Erfahrungen die es niemals geben sollte!
Betreff: Nachdenkliche Rückmeldung zur heutigen Veranstaltung
Liebe Genossinnen und Genossen,
meine Frau und ich wollten heute an der Verabschiedung in Jebenhausen teilnehmen – ein Ereignis, das eigentlich von gegenseitigem Respekt, Anerkennung und Gemeinschaft hätte geprägt sein sollen.
Doch was wir erlebt haben, war ernüchternd: Wir wurden schlichtweg ignoriert. Kein Blick, kein Wort, keine Begrüßung – während andere sichtbar herzlich empfangen, begrüßt und in Gespräche eingebunden wurden. Es war, als wären wir gar nicht da.
Das schmerzt – nicht nur persönlich, sondern auch politisch. Denn wir engagieren uns für dieselbe Sache, teilen die Werte dieser Partei, investieren Zeit und Überzeugung. Und trotzdem hatten wir heute das Gefühl: Wir gehören nicht dazu. Nicht zum richtigen Kreis, nicht zur richtigen Blase, vielleicht nicht zum richtigen „Klientel“.
Wenn Erneuerung bei der SPD bedeutet, dass nur noch bestimmte Menschen gesehen und wahrgenommen werden – dann läuft etwas gewaltig schief. Dann verlieren wir genau das, was uns stark machen sollte: Breite, Vielfalt, Respekt gegenüber allen, die mitgehen – nicht nur gegenüber denen, die glänzen oder Kontakte haben.
Es ist kein persönlicher Vorwurf – aber eine bewusste Rückmeldung. Denn solche Erfahrungen hinterlassen Spuren. Und sie werfen Fragen auf, die die SPD sich stellen muss, wenn sie glaubwürdig bleiben will.
Mit nachdenklichen Grüßen