Als Gewerkschafter engagiere ich mich seit Jahren bei Demonstrationen – gegen Rechtsextremismus, für Demokratie, für gute Arbeit und für soziale Gerechtigkeit. Für mich gehört das zusammen.
Deshalb frage ich mich immer wieder, warum ich bei vielen Demonstrationen der Gewerkschaften gegen Arbeitsplatzabbau, Tarifflucht oder Sozialabbau nur selten die Organisationen sehe, die bei Demos gegen Rechts regelmäßig vertreten sind. Gleiches gilt für manche Ortsvereine politischer Parteien – wobei es hier ausdrücklich positive Ausnahmen gibt. Diesen Politikerinnen und Politikern danke ich für ihre Unterstützung.
Denn eines ist für mich klar: Der Kampf gegen Rechtsextremismus endet nicht bei einer Demonstration gegen Rechts. Er bedeutet auch, sich für sichere Arbeitsplätze, faire Löhne, Tarifbindung und sozialen Zusammenhalt einzusetzen.
Wenn immer mehr Menschen das Gefühl haben, sozial abgehängt zu werden, wachsen Frust und Politikverdrossenheit. Davon profitieren am Ende oft die extremen Ränder. Genau das sollte niemand wollen.
Deshalb wünsche ich mir mehr gegenseitige Solidarität. Wer für Demokratie auf die Straße geht, sollte auch dann sichtbar sein, wenn es um den Erhalt von Arbeitsplätzen, den Schutz von Beschäftigten und den Kampf gegen sozialen Abbau geht.
Demokratie und soziale Gerechtigkeit gehören für mich untrennbar zusammen.
#thunig #thunigthomas #gemeinsamstark
